
Fortgeschritten · Kapitel 1 von 1
Homey vs. Home Assistant
Homey ist die komfortable Plug-and-Play-Zentrale, Home Assistant das flexible Open-Source-Kraftpaket. Ein ehrlicher Vergleich mit Entscheidungshilfe.
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Das Wichtigste in Kürze
3 Kernaussagen für Schnellleser
- Homey Pro ist Plug-and-Play (399 €) mit integriertem Matter/Thread – ideal für Komfort-Nutzer.
- Home Assistant ist kostenlose Open-Source-Software auf eigener Hardware – volle Kontrolle, aber Lernkurve.
- Beide laufen lokal und unterstützen Matter; die Wahl ist Komfort (Homey) vs. Freiheit (Home Assistant).
Zwei Philosophien, ein Ziel
Homey und Home Assistant sind die beiden bekanntesten herstellerübergreifenden Smart-Home-Zentralen – aber sie verfolgen grundverschiedene Ansätze. Homey ist ein fertiges Produkt: auspacken, App installieren, Geräte anlernen. Home Assistant ist Open-Source-Software, die du auf eigener Hardware betreibst und nach Belieben anpasst.
Beide steuern Geräte von hunderten Herstellern, beide laufen lokal, beide unterstützen Matter. Der Unterschied liegt im Aufwand – und in der Freiheit.
Direktvergleich
| Kriterium | Homey Pro | Home Assistant | |---|---|---| | Preis | ~399 € (Hardware) | 0 € Software + Hardware (Pi ab 80 €, Mini-PC ab 150 €) | | Einrichtung | Plug-and-Play, App-geführt | Manuell, Lernkurve vorhanden | | Hardware | Fertige Zentrale (im Lieferumfang) | Eigene Wahl (Pi, Mini-PC, Green/Yellow) | | Bedienung | Polierte App, sehr einsteigerfreundlich | Mächtig, aber komplexer | | Automatisierungen | Visuelle Flows (einfach) | YAML + UI (sehr mächtig) | | Erweiterbarkeit | Apps aus dem Homey Store | HACS + tausende Integrationen | | Datenschutz | Lokal, aber geschlossenes System | Vollständig lokal und quelloffen | | Matter/Thread | Integriert (Pro-Modell) | Integriert (mit Stick/Bord) | | Support | Hersteller-Support | Community + Dokumentation | | Zielgruppe | Komfort-Nutzer, Einsteiger | Bastler, Power-User, Datenschützer |
KI-generiertPro-Tipp
Der Homey Pro(öffnet in neuem Tab) hat Matter und Thread bereits eingebaut – du brauchst keinen zusätzlichen Stick. Bei Home Assistant hängt die Funk-Unterstützung von deiner Hardware ab: Der Home Assistant Yellow hat es integriert, beim Pi brauchst du einen USB-Stick (z. B. Connect ZBT-2(öffnet in neuem Tab)).
Das Wesentliche in Kürze
Entscheidungshilfe: Was passt zu dir?
Nimm Homey, wenn …
- du sofort loslegen willst, ohne Technik zu basteln
- dir eine polierte, intuitive App wichtiger ist als maximale Flexibilität
- du keine eigene Hardware betreiben oder warten möchtest
- du bereit bist, 399 € für Komfort zu zahlen
- dein Setup unter 50 Geräten bleibt und du Standard-Automatisierungen brauchst
Nimm Home Assistant, wenn …
- du volle Kontrolle über deine Daten und Automatisierungen willst
- du gerne bastelst und dich in Technik einarbeitest
- du Datenschutz ernst nimmst und ein vollständig lokales, quelloffenes System willst
- du komplexe Automatisierungen brauchst (PV-Überschuss, Anwesenheit, Multi-System)
- du bereits einen Pi oder Mini-PC hast und nur die Software aufspielst
Wusstest du schon?
Viele Nutzer starten mit Homey, weil es einfacher ist – und wechseln nach ein bis zwei Jahren zu Home Assistant, wenn die Anforderungen wachsen. Der umgekehrte Weg ist seltener. Beide Systeme unterstützen Matter, sodass deine Geräte beim Wechsel weitgehend erhalten bleiben.
Die ehrliche Kostenrechnung
Auf den ersten Blick ist Home Assistant kostenlos – aber die Rechnung geht tiefer:
- Homey Pro: 399 € einmalig. Dafür bekommst du fertige Hardware, integriertes Matter/Thread, eine polierte App und Hersteller-Support. Keine laufenden Kosten.
- Home Assistant: 0 € für die Software. Aber du brauchst Hardware (Pi-Kit ab 80 € oder Mini-PC ab 150 €), eventuell einen Funk-Stick (20–35 €) und – der oft unterschätzte Posten – deine Zeit. Die Einrichtung und Wartung kostet gerade am Anfang mehrere Stunden.
Pro-Tipp
Rechne deine Zeit ehrlich: Wenn dir 10 Stunden Einrichtung und Fehlersuche 200 € „wert" sind, ist Homey Pro für dich günstiger. Wenn du die Bastelei als Hobby siehst und dabei lernst, ist Home Assistant unschlagbar. Es gibt kein objektives „besser" – nur das bessere System für deine Prioritäten.
Fazit: Komfort oder Kontrolle
Homey und Home Assistant sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Homey ist das bessere Produkt für alle, die ein Smart Home nutzen wollen, ohne sich mit Technik zu beschäftigen. Home Assistant ist das bessere Werkzeug für alle, die ein Smart Home bauen wollen.
Beide sind lokal, beide unterstützen Matter, beide steuern hunderte Geräte. Die Frage ist nicht „welches ist besser?", sondern „wie viel Aufwand will ich investieren – und wie viel Kontrolle brauche ich?".
Häufig gestellte Fragen
Ist Homey einfacher als Home Assistant?
Kann ich von Homey zu Home Assistant wechseln?
Was kostet Home Assistant wirklich?
Welches System ist besser für Datenschutz?
Unterstützen beide Matter und Thread?
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