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Fortgeschritten · Kapitel 1 von 1

Homey vs. Home Assistant

Homey ist die komfortable Plug-and-Play-Zentrale, Home Assistant das flexible Open-Source-Kraftpaket. Ein ehrlicher Vergleich mit Entscheidungshilfe.

Lesezeit: ~3 MinAktualisiert 16. August 2026

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Das Wichtigste in Kürze

3 Kernaussagen für Schnellleser

  • Homey Pro ist Plug-and-Play (399 €) mit integriertem Matter/Thread – ideal für Komfort-Nutzer.
  • Home Assistant ist kostenlose Open-Source-Software auf eigener Hardware – volle Kontrolle, aber Lernkurve.
  • Beide laufen lokal und unterstützen Matter; die Wahl ist Komfort (Homey) vs. Freiheit (Home Assistant).

Zwei Philosophien, ein Ziel

Homey und Home Assistant sind die beiden bekanntesten herstellerübergreifenden Smart-Home-Zentralen – aber sie verfolgen grundverschiedene Ansätze. Homey ist ein fertiges Produkt: auspacken, App installieren, Geräte anlernen. Home Assistant ist Open-Source-Software, die du auf eigener Hardware betreibst und nach Belieben anpasst.

Beide steuern Geräte von hunderten Herstellern, beide laufen lokal, beide unterstützen Matter. Der Unterschied liegt im Aufwand – und in der Freiheit.

0Einrichtungs-Know-how nötig bei Homey (Plug-and-Play)
100 %Open Source bei Home Assistant – volle Kontrolle über Daten und Logik
MatterBeide unterstützen den neuen Standard für herstellerübergreifende Geräte

Direktvergleich

| Kriterium | Homey Pro | Home Assistant | |---|---|---| | Preis | ~399 € (Hardware) | 0 € Software + Hardware (Pi ab 80 €, Mini-PC ab 150 €) | | Einrichtung | Plug-and-Play, App-geführt | Manuell, Lernkurve vorhanden | | Hardware | Fertige Zentrale (im Lieferumfang) | Eigene Wahl (Pi, Mini-PC, Green/Yellow) | | Bedienung | Polierte App, sehr einsteigerfreundlich | Mächtig, aber komplexer | | Automatisierungen | Visuelle Flows (einfach) | YAML + UI (sehr mächtig) | | Erweiterbarkeit | Apps aus dem Homey Store | HACS + tausende Integrationen | | Datenschutz | Lokal, aber geschlossenes System | Vollständig lokal und quelloffen | | Matter/Thread | Integriert (Pro-Modell) | Integriert (mit Stick/Bord) | | Support | Hersteller-Support | Community + Dokumentation | | Zielgruppe | Komfort-Nutzer, Einsteiger | Bastler, Power-User, Datenschützer |

Unbranded rounded smart-home hub alongside a DIY single-board automation controllerKI-generiert
Komfort-Zentrale oder DIY-Controller: Beide Wege automatisieren dein Zuhause, aber mit unterschiedlichem Aufwand.

Pro-Tipp

Der Homey Pro(öffnet in neuem Tab) hat Matter und Thread bereits eingebaut – du brauchst keinen zusätzlichen Stick. Bei Home Assistant hängt die Funk-Unterstützung von deiner Hardware ab: Der Home Assistant Yellow hat es integriert, beim Pi brauchst du einen USB-Stick (z. B. Connect ZBT-2(öffnet in neuem Tab)).

Das Wesentliche in Kürze

Homey ist Komfort: fertig, poliert, einfach. Home Assistant ist Freiheit: open source, anpassbar, volle Datenkontrolle. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Aufwand du investieren willst.

Entscheidungshilfe: Was passt zu dir?

Nimm Homey, wenn …

  • du sofort loslegen willst, ohne Technik zu basteln
  • dir eine polierte, intuitive App wichtiger ist als maximale Flexibilität
  • du keine eigene Hardware betreiben oder warten möchtest
  • du bereit bist, 399 € für Komfort zu zahlen
  • dein Setup unter 50 Geräten bleibt und du Standard-Automatisierungen brauchst

Nimm Home Assistant, wenn …

  • du volle Kontrolle über deine Daten und Automatisierungen willst
  • du gerne bastelst und dich in Technik einarbeitest
  • du Datenschutz ernst nimmst und ein vollständig lokales, quelloffenes System willst
  • du komplexe Automatisierungen brauchst (PV-Überschuss, Anwesenheit, Multi-System)
  • du bereits einen Pi oder Mini-PC hast und nur die Software aufspielst

Wusstest du schon?

Viele Nutzer starten mit Homey, weil es einfacher ist – und wechseln nach ein bis zwei Jahren zu Home Assistant, wenn die Anforderungen wachsen. Der umgekehrte Weg ist seltener. Beide Systeme unterstützen Matter, sodass deine Geräte beim Wechsel weitgehend erhalten bleiben.

Die ehrliche Kostenrechnung

Auf den ersten Blick ist Home Assistant kostenlos – aber die Rechnung geht tiefer:

  • Homey Pro: 399 € einmalig. Dafür bekommst du fertige Hardware, integriertes Matter/Thread, eine polierte App und Hersteller-Support. Keine laufenden Kosten.
  • Home Assistant: 0 € für die Software. Aber du brauchst Hardware (Pi-Kit ab 80 € oder Mini-PC ab 150 €), eventuell einen Funk-Stick (20–35 €) und – der oft unterschätzte Posten – deine Zeit. Die Einrichtung und Wartung kostet gerade am Anfang mehrere Stunden.

Pro-Tipp

Rechne deine Zeit ehrlich: Wenn dir 10 Stunden Einrichtung und Fehlersuche 200 € „wert" sind, ist Homey Pro für dich günstiger. Wenn du die Bastelei als Hobby siehst und dabei lernst, ist Home Assistant unschlagbar. Es gibt kein objektives „besser" – nur das bessere System für deine Prioritäten.

Fazit: Komfort oder Kontrolle

Homey und Home Assistant sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Homey ist das bessere Produkt für alle, die ein Smart Home nutzen wollen, ohne sich mit Technik zu beschäftigen. Home Assistant ist das bessere Werkzeug für alle, die ein Smart Home bauen wollen.

Beide sind lokal, beide unterstützen Matter, beide steuern hunderte Geräte. Die Frage ist nicht „welches ist besser?", sondern „wie viel Aufwand will ich investieren – und wie viel Kontrolle brauche ich?".

Häufig gestellte Fragen

Ist Homey einfacher als Home Assistant?
Ja, deutlich. Homey ist Plug-and-Play: auspacken, App installieren, Geräte anlernen. Home Assistant erfordert eigene Hardware und eine manuelle Einrichtung mit Lernkurve. Dafür bietet Home Assistant mehr Flexibilität und volle Datenkontrolle.
Kann ich von Homey zu Home Assistant wechseln?
Ja. Beide unterstützen Matter, sodass Matter-Geräte beim Wechsel weitgehend erhalten bleiben. Geräte mit proprietären Protokollen (z. B. Zigbee) müssen neu angelernt werden. Der Wechsel ist ein Neuaufbau der Zentrale, kein Daten-Export.
Was kostet Home Assistant wirklich?
Die Software ist kostenlos, aber du brauchst Hardware (Pi-Kit ab 80 € oder Mini-PC ab 150 €), eventuell einen Funk-Stick (20–35 €) und vor allem Zeit für Einrichtung und Wartung. Homey Pro kostet 399 € einmalig, dafür entfällt der Bastel-Aufwand.
Welches System ist besser für Datenschutz?
Home Assistant ist vollständig quelloffen und läuft komplett lokal – du kontrollierst alle Daten selbst. Homey läuft ebenfalls lokal, ist aber ein geschlossenes System des Herstellers. Für maximale Datenkontrolle ist Home Assistant die bessere Wahl.
Unterstützen beide Matter und Thread?
Ja. Der Homey Pro hat Matter und Thread integriert. Bei Home Assistant hängt es von der Hardware ab: Der Home Assistant Yellow hat es eingebaut, beim Raspberry Pi brauchst du einen USB-Stick wie den Connect ZBT-2.